Was tun im Pflegefall?

Wird ein Angehöriger plötzlich zum Pflegefall, wissen die Wenigsten, was nun zu tun ist, welche Ansprüche Ihnen zustehen und wie Sie diese nutzen können. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, Formulare und Checklisten auf einen Blick.
Wissenswertes vorweg
Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. Beantragen Sie einen Pflegegrad (ehemals Pflegestufe) bei Ihrer Pflegekasse, muss diese Ihnen einen Beratungstermin im Haus offerieren oder Ihnen einen Gutschein für einen Termin bei einem unabhängigen Pflegeberater ausstellen.
Damit Sie die Leistungen Ihrer Pflegekasse nutzen können,
ist es nötig, einen Pflegegrad (ehem. Pflegestufe) zu beantragen.
Dies ist ein mehrstufiger Prozess, der leider einige Wochen dauern kann:
Antrag auf Pflegegrad stellen
Um Pflegeleistungen zu erhalten, müssen Sie diese zunächst beantragen. Erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und nutzen Sie unseren Assistenten um einen Antrag auszufüllen.
MDK-Besuch vorbereiten
Der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) entscheidet über den Ausgang Ihres Antrages – daher sollten Sie den Besuch des Gutachters sehr gut vorbereiten.
Wir zeigen Ihnen, wie.
Pflegetagebuch führen
Besonders wichtig für die Vorbereitung auf den MDK-Besuch ist das Führen eines
Pflegetagebuchs. Laden Sie sich unsere Vorlage herunter und erfahren Sie, wie Sie diese
benutzen.
Pflegegrad abgelehnt? Widerspruch einlegen
Trotz guter Vorbereitung wurde Ihr Antrag abgelehnt? Wir zeigen Ihnen, was Sie im Notfall tun können, um gegen die Ablehnung Einspruch einzulegen.
Hilfe zur Pflege
Reichen die Leistungen der Pflegekasse nicht aus oder erhalten Sie keine Leistungen, weil Ihr Pflegeantrag abgelehnt wurde, so können Sie dennoch die so genannte „Hilfe zur Pflege“ des Sozialamtes in Anspruch nehmen.
Nach Genehmigung Ihres Pflegegrads haben Sie Anspruch auf verschiedene Leistungen
Ihrer Pflegekasse. Erfahren Sie hier, welche Leistungen dies genau sind und wie Sie die
diese erhalten können.
Pflegegeld
Ein Zuschuss bei der häuslichen Pflege durch Angehörige oder Freunde.
Pflegesachleistungen
Leistungen für die häusliche Pflege durch einen professionellen Pflegedienst.
Kurzzeitpflege
Wird gezahlt, wenn Pflegebedürftige auf einen Heimplatz warten oder nach einem Klinikaufenthalt kurzzeitig in einem Pflegeheim wohnen.
Verhinderungspflege
Leistungen für die Übernahme der häuslichen Pflege durch einen Pflegedienst bei Krankheit oder Urlaub des pflegenden Angehörigen.
Teilstationäre Tages- und Nachtpflege
Bei berufstätigen pflegenden Angehörigen werden Leistungen für eine stundenweise Unterbringung des Pflegebedürftigen in Pflegeeinrichtungen gezahlt.
Umbaumaßnahmen
Umbaumaßnahmen, die einem barrierefreien Wohnumfeld dienen, können mit bis zu 4000 € pro Maßnahme bezuschusst werden.
Leistungen bei Vollstationärer Pflege
Zuschüsse für eine vollstationäre Pflege und Versorgung des Pflegebedürftigen in einem Pflegeheim.
Zusätzliche Leistungen für Wohngruppen
Wohngruppen mit 3 bis 4 Bewohnern erhalten einen Organisationszuschlag.
Zusätzliche Betreuungs- & Entlastungsleistungen
Monatliche Zuschüsse für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen für Menschen mit Demenz.