Der Bescheid der Pflegekasse

Innerhalb von 5 Wochen nach Antragstellung muss Ihnen die Pflegekasse Ihre Entscheidung mittels Bescheid mitteilen. Fiel die Bewertung des MDK-Gutachters nach Ihren Wünschen aus, können Sie nun weitere Pflegeleistungen beantragen. Im Gutachten des MDK finden Sie bereits Empfehlungen für Hilfsmittel und Reha-Maßnahmen – lassen Sie sich dieses auf jeden Fall zusenden. Wurde Ihr Antrag abgelehnt, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb von 30 Tagen Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen.
Wissenswertes
Manche Pflegekassen teilen Antragstellern Ihre Entscheidung nur telefonisch mit. Dies ist nicht zulässig – bestehen Sie in jedem Fall auf der Zusendung eines schriftlichen Bescheids. Im Falle einer Ablehnung oder falschen Einstufung können Sie sonst keinen Widerspruch einlegen.
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Sie können innerhalb eines Monats nach Erhalt schriftlich Widerspruch einlegen.
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Der Widerspruch kann zunächst ohne Begründung erfolgen – diese können Sie nachreichen, sobald Sie das Gutachten genau geprüft haben.
3
Versenden Sie den Widerspruch versichert als Einschreiben mit Rückschein. So können Sie im Zweifelsfall nachweisen, dass Sie den Widerspruch rechtzeitig versendet haben.
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Formulieren Sie Ihre Begründung für den Widerspruch – dafür holen Sie sich im besten Fall fachmännische Hilfe bei einem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe oder beim Sozialverband VdK e.V. – und senden Sie diesen der Pflegekasse zu.
Wie geht es danach weiter?
Die Pflegekasse beauftragt ein zweites Gutachten. Diesen zweiten Termin sollten Sie genauso sorgfältig vorbereiten wie den ersten. Überlegen Sie, ob Sie die im Gutachten angegebenen Ablehnungsgründe mittels ärztlichen Atesten oder anderen vorhandenen Befunde widerlegen können. Beginnen Sie gegebenenfalls noch ein weiteres Pflegetagebuch, um die Angaben aus dem ersten zu ergänzen bzw. zu belegen.
Mit der Genehmigung des Pflegegrads ist der Antragsprozess abgeschlossen und Sie können
nun Leistungen der Pflegekasse in Anspruch nehmen.
Wurde Ihr Antrag abgelehnt, können Sie wie oben beschrieben, Widerspruch einlegen.
1. Sie stellen einen Antrag auf Pflegeleistungen bei der Pflegekasse. Dazu nutzen Sie am besten das Formular, das von Ihrer Kasse zur Verfügung gestellt wird.
2. Die Pflegekasse beauftragt den Medizini­schen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder einen anderen unabhängigen Gutachter mit der Begutachtung Ihrer Pflegesituation.
Sie sind hier
3. Sie erhalten innerhalb von 5 Wochen einen Bescheid der Pflegekasse und erhalten ab sofort und rückwirkend zum Monat der Antragstellung die gewünschten Pflegeleistungen.

Ein Pflegefall
tritt auf.
Fall 1: Die Pflegekasse
genehmigt den Antrag.

Fall 2: Die Pflegekasse
lehnt den Antrag ab.

Sie erhalten
einen Pflegegrad und können Leistungen
in Anspruch nehmen.
1. Führen Sie als Vorbereitung auf den MDK-Besuch ein Pflege­tagebuch, um die Pflegesituation genau zu protokollieren.
Wird der Antrag abgelehnt oder ein zu niedriger Pflegegrad vergeben, können Sie innerhalb von 30 Tagen schriftlich Einspruch erheben. Die Pflegekasse beauftragt erneut den MDK für ein zweites Gutachten.
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