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Nicht zu unterschätzen

Dekubitus effektiv vorbeugen

Das sogenannten Wundliegen, in der Fachsprache Dekubitus genannt, betrifft hauptsächlich bettlägerige Pflegebedürftige. Die Druckgeschwüre können in besonders schweren Fällen sogar zu Knochenschädigungen führen und sind daher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Das ständige Liegen, häufig in nur einer Position, strapaziert Haut und Muskeln von bettlägerigen Personen. Die Folge sind Geschwüre, die durch die Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes entstehen. Der sogenannte Dekubitus kann in unterschiedliche Schweregrade aufgeteilt werden und im schlimmsten Fall sogar zu einer Schädigung des Knochens führen.

Traurige Berühmtheit erlangte die Thematik des Wundliegens vor allem durch die schlechte Fürsorge in manchen Alten- und Pflegeheimen, in denen die bettlägerigen Personen zu selten umgelagert wurden. Aus diesem Grund werden bei der Qualitätsbewertung von solchen Einrichtungen Untersuchungen auf Dekubitalgeschwüre mittlerweile besonders stark einbezogen. 

Mobilisierung beugt Dekubitus vor

Findet ein gleichbleibender, andauernder Druck auf Hautregionen statt, so verschlechtert sich dort die Durchblutung. Bei gesunden Menschen wird damit ein Reflex ausgelöst, der dazu führt, dass wir uns umdrehen. In der Nacht passiert das laut Statistik rund 50 Mal und häufiger. Ist der Pflegebedürftige in der Mobilität eingeschränkt, kann er nicht oder nicht ausreichend auf den Reflex reagieren. Bei manchen vor allem älteren Menschen ist zudem die Empfindung der Haut bereits eingeschränkt, sodass der Reiz, der zum Lagerungswechsel anregen soll, nicht mehr wahrgenommen wird.
Für die pflegende Person ist es daher besonders wichtig, darauf zu achten, dass der Pflegebedürftige nach Möglichkeit mobil bleibt. Motivieren Sie ihn, das Bett zu verlassen, wenn er dazu in der Lage ist. So könnten zum Beispiel die Mahlzeiten traditionell am Esstisch eingenommen werden, anstatt im Bett. Auch ein Spaziergang kann zur täglichen Routine werden. Falls nötig, kann der Pflegebedürftige hierzu in einen Rollstuhl gesetzt werden.

Weitere Möglichkeiten, dem Dekubitus vorzubeugen

Bei starkem Bewegungsmangel reicht eine Mobilisierung alleine oft nicht aus, um dem Dekubitus entgegen zu wirken. Auch wenn eine Mobilisierung gar nicht möglich oder nur begrenzt möglich ist, müssen Sie zu anderen Gegenmaßnahmen greifen. Zu diesen gehört vor allem eine ausgeprägte Hygiene.

Feuchte Stellen, zum Beispiel durch Urin, Fäkalien oder Schweiß, greifen die Haut an, so dass diese anfälliger für Druckstellen wird. Regelmäßiges Waschen und Wickeln ist daher unerlässlich. Ebenso ist es ratsam, die Haut des Pflegebedürftigen regelmäßig mit einer feuchtigkeitsspendenden Hautcreme zu versorgen. Auch die Ernährung spielt bei der Dekubitus-Vorbeugung eine wichtige Rolle: Sorgen Sie immer für ausreichend Flüssigkeit und eine vitamin- und eiweißreiche Kost.

Eine weitere Möglichkeit, Druckstellen zu vermeiden, ist die Verwendung von Hilfsmitteln wie Anti-Dekubituskissen und verschiedenen Lagerungskissen, die dabei helfen, den bewegungseingeschränkten Pflegebedürftigen in verschiedene Positionen zu bringen.

Ein Lagerungsplan kann Abhilfe schaffen

Vor allem in Krankenhäusern und Pflegeheimen kommt häufig ein Lagerungsplan zum Einsatz, der für verschiedene Zeitfenster verschiedene Lagerungspositionen für den Pflegebedürftigen festlegt. Damit bietet der Lagerungsplan den Vorteil, dass dem Dekubitus mit einer strikten Routine zuverlässig entgegengewirkt wird. Gleichzeitig birgt diese Methode jedoch den Nachteil, dass nur wenig auf die individuellen Bedürfnisse des Pflegebedürftigen eingegangen wird. Hier sind eine gegenseitige Absprache und die nötige Flexibilität unabdingbar, um den Lagerungsplan auch im Sinne des Pflegebedürftigen zu gestalten.